33. Steirischer Museumstag 2026

Next Generation? Weitergeben. Weiterdenken. Weiterwirken.
Termin: Samstag, 11. April 2026
Ort: Mehrzwecksaal Kapfenberg, Koloman-Wallisch-Platz 1, 8605 Kapfenberg
INHALT
Wie gelingt eine gute Übergabe im Museum? Und wie begeistern wir Menschen für ein Engagement im Kulturbereich? Der diesjährige Steirische Museumstag widmet sich zwei zentralen Zukunftsfragen: Nachfolge als Chance und kulturelles Ehrenamt.
In Vorträgen und Diskussionsrunden berichten Praktiker*innen aus der Steiermark, Oberösterreich und Salzburg von neuen Leitungsmodellen, gelungener Übergabe und innovativen Wegen der Zusammenarbeit. Dazu gehört, gesellschaftliche Trends zu erkennen und als Museum zu wissen, welche Angebote Menschen zu ehrenamtlichem Engagement einladen.
Am Nachmittag entwickeln die Teilnehmenden in vier Workshops konkrete Strategien für Nachfolgeprozesse, Freiwilligengewinnung und starke Museumsteams.
Eine Veranstaltung für alle, die Museen weiterdenken und zukunftsfähig gestalten wollen. Und wie jedes Jahr eine gute Gelegenheit, mit Kolleginnen und Kollegen zusammenzukommen und sich auszutauschen.
PROGRAMM & REFERENT*INNEN
Download Programm (PDF, 566 KB)
Infos über unsere Referent*innen
ab 8:30
Anmeldung & Willkommenskaffee
09:30
Begrüßung & Eröffnung
10:00
Impulsvortrag: Gute Übergabe beginnt vor dem Abschied
Mag.a Manuela Grundner, MA, Die Raumschafferin, Graz
Museen bewahren Geschichte und reagieren zugleich auf gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Entwicklungen. Sie greifen aktuelle Themen auf und verbinden Vergangenes mit der Lebenswelt von heute.
Doch wie gehen wir mit unserer eigenen Geschichte um, wenn ein Leitungswechsel ansteht? Wie reagieren wir auf Umbrüche, die die eigene Institution betreffen? Und wie würdigen wir, was gewachsen ist – ohne die Zukunft einzuengen?
Nachfolge gelingt nicht allein durch Engagement oder gute Absichten. Sie braucht Klarheit über Rollen, Verantwortungsbereiche und Gestaltungsspielräume. Sie verlangt den Mut, Bewährtes zu würdigen und zugleich bewusst Raum für Neues zu schaffen.
Dieser Impuls versteht Weitergeben als aktiven kulturellen Prozess. Es geht um bewusste Aufhörenskultur, transparente Kommunikation und die Frage, wie Wirkung über die eigene Person hinaus erhalten und gestärkt werden kann.
10:30
Vom Übernehmen und Weitergeben. Am Wort sind
Michael Richter-Grall, MA, Museum Stift Admont: Eine gut vorbereitete Übergabe und eine neue Leitungsstruktur verbinden erfolgreich Bewährtes und Neues.
Andreas Herzog & Prof. Hermann Mayrhofer, Bergbau- und Gotikmuseum Leogang: Wir beide stehen für Kontinuität und Qualität.
Johann Köck, Museum Sensenwerk Deutschfeistritz: Vereine sollten das Potenzial ihrer Mitglieder und ihres Umfelds durch regelmäßigen Kontakt aktiv nutzen.
Jasmin Längle, MA & Laura Müller, BA BA BA & Julia Stegmann, BA, Schell Collection, Graz: Ein Kollektiv als Nachfolge: Gemeinsame Entscheidungen, gebündeltes Potenzial – Kommunikation als Schlüssel zum Erfolg
11:15
Vernetzungspause
11:45
Impulsvortrag: Zwischen Tradition und Zukunft – Veränderungen im Engagement erkennen und gestalten
Magdalena Plöchl, BA füruns – Zentrum für Zivilgesellschaft, Linz
Die Gewinnung neuer Mitarbeiter*innen und Vorstandsmitglieder ist längst mehr als eine Frage des Zufalls – sie folgt den Prinzipien von Angebot und Nachfrage. Doch wie lassen sich im Jahr 2026 Menschen für ein Engagement im Verein oder Museum gewinnen? Welche Motive fördern freiwilliges Engagement – und welche Hürden halten davon ab? Und wie kann Zusammenarbeit im Ehrenamt unter den Bedingungen des demografischen Wandels nachhaltig gelingen?
Der Vortrag beleuchtet aktuelle Entwicklungen, analysiert Beweggründe und Hemmnisse und gibt konkrete Impulse für eine zukunftsorientierte Personal- und Engagementstrategie.
12:15
Warum Museumarbeit begeistert. Am Wort sind
Dr.in Ingrid Kammerer, Museum der Fragen, Graz: Vom Behandlungsstuhl ins Museum. Wie Museen Quereinsteiger fürs Ehrenamt gewinnen können (die selbst nicht wussten, dass sie dafür gemacht sind).
Bettina Mair, BA MA, IG Kultur Steiermark, Graz: Möglichkeiten und Grenzen der Anerkennung ehrenamtlichen Engagements
Schüler*innen der Schrödingerschule, Höhere Lehranstalt für Kultur- & Kongressmanagement (HLK), Graz: "Das würde ich richtig gut finden bei einer Mitarbeit im Museum: ..."
Anita Winkler, BA, Verbund Oberösterreichischer Museen, Linz: Viele Wege, ein Ziel: Ehrenamt Kultur! Für mehr Sichtbarkeit, Vernetzung und Stärkung von freiwilligem Engagement in Museen
13:00
Alle ins Bild – Ein Foto zur Erinnerung
13:15
Mittagspause
Wir reservieren in nahegelegenen Lokalen (Selbstzahlung).
14:45
Vier Workshops zur Auswahl
1 | Übergaben passieren nicht einfach – sie werden gestaltet. Ein Nachfolge Model Canvas für den Kulturbereich
Mag.a Manuela Grundner, MA, Die Raumschafferin, Graz
Gerade im Kulturbereich sind Nachfolgen mehr als organisatorische Schritte: Sie berühren Geschichte, Identität, Verantwortung und gewachsene Beziehungen. In diesem Workshop arbeiten wir mit einem eigens entwickelten Nachfolge Model Canvas, das Struktur und Kultur miteinander verbindet. Es schafft Raum für die bewusste Würdigung des Gewachsenen ebenso wie für die Klärung von Gestaltungsspielräumen und Verantwortungsübergabe an die nächste Generation.
Unabhängig davon, ob ein Leitungswechsel unmittelbar bevorsteht oder erst in einigen Jahren: Gute Übergaben beginnen früh. Die Teilnehmenden reflektieren ihre eigene Rolle in aktuellen oder zukünftigen Übergabeprozessen, identifizieren sensible Bereiche und entwickeln erste konkrete Schritte für eine gelingende Weitergabe.
Ein Workshop für alle, die Nachfolge als kulturellen Prozess verstehen – nicht als organisatorische Notlösung.
2 | Menschen zum Mitmachen motivieren! Mit gelungener Öffentlichkeitsarbeit zur Gewinnung von Freiwilligen
Magdalena Plöchl, BA, füruns – Zentrum für Zivilgesellschaft, Linz
Sie wollen Ihr Freiwilligenteam zukunftsfit aufstellen, neue Zielgruppen ansprechen und motivierte Gestalter:innen für Ihr Museum gewinnen? In diesem Workshop verbinden wir strategische Grundlagen mit konkreter Praxis.
Motive und Rahmenbedingungen von Freiwilligen verändern sich und wir erarbeiten gemeinsam umsetzbare Lösungen für Ihre Praxis im Museumsalltag.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Sie Menschen gezielt ansprechen und erreichen. Dabei betrachten wir unterschiedliche Kommunikationskanäle und Plattformen wie digitale Kanäle, lokale Medien, Vereinsnetzwerke oder Kooperationen mit anderen Akteur*innen in der Region und entwickeln Ideen, welche Wege für Ihr Museum und die Zielgruppe, die Sie ansprechen möchten sinnvoll sind.
Außerdem erhalten Sie einen Einblick ins Community Management: Wie können Sie aus einzelnen Engagierten eine lebendige Gemeinschaft entwickeln, die sich Ihrem Museum verbunden fühlt und langfristig aktiv bleibt? Anhand praxisnaher Beispiele betrachten wir, wie kleine Anreize große Wirkung entfalten können: etwa Rituale, Mentoring-Systeme für neue Freiwillige, strukturierte Willkommensformate oder das bewusste Feiern von Engagement-Meilensteinen.
In einer Gruppenarbeiten setzten Sie die Impulse direkt um und entwickeln:
- Ansätze eines praxistauglichen Konzeptes für Öffentlichkeitsarbeit und passende Kommunikationskanäle
- eine attraktive Ausschreibung, die neue Zielgruppen anspricht
- Maßnahmen, um Gemeinschaft und die Identifikation in der Freiwilligencommunity zu stärken
- So entsteht Schritt für Schritt ein Werkzeugkoffer mit Ideen und Ansätzen, die Sie direkt in Ihrem Museumsalltag einsetzen können.
3 | Gemeinsam erfolgreich wirken – Coaching und Supervision für starke Museumsteams
Mag.a Nicole Neuhold, MUSIS – Der Steirische Museumsverband
Haben Sie sich in letzter Zeit folgende Fragen bewusst gestellt?
- Welche Erwartungen (Leitung, Publikum, Team, Fördergeber*innen) erleben Sie aktuell herausfordernd?
- Wo erleben Sie Klarheit und wo Unklarheit bei Aufgaben und Zuständigkeiten in Ihrem Museum?
- Wie erleben Sie die Zusammenarbeit in Ihrem Team?
- Wie wird in Ihrem Haus mit Konflikten umgegangen?
- Welche Themen sind Ihnen aktuell bekannt und welche sind unter der ""Oberfläche"" spürbar?
- Bei welchen Situationen und Herausforderungen könnte uns im Museum Supervision bzw. Coaching hilfreich sein?
Dieser Workshop lädt Sie herzlich dazu ein, sich mit meiner Begleitung ein wenig Raum und Zeit für die Reflexion und die Auseinandersetzung Ihres aktuellen Erlebens in Ihrem Museum zu schenken.
Durch diese Selbstreflexion werden Sie sich für sich erkennen, dass Sie viele Ihrer Themen gut bearbeitet und gelöst haben bzw. wie Coaching und Supervision zukünftig erfolgreich für Sie wirken könnte.
Wir werden Ihre individuelle Ist-Situation im Museum erheben und ein mögliches stärkendes Zukunftsbild mit Ihnen gemeinsam malen.
4 | Begeisterung weitergeben und andere zum Engagement im Museum gewinnen
Mag. Dr. Klaus Landa, Verbund Oberösterreichischer Museen, Linz
Museen sind Orte, an denen Menschen viele Talente und Fähigkeiten einbringen können und eine Auseinandersetzung mit vielfältigen Themen möglich ist. Dennoch haben viele den Museumsbereich nicht im Blick, wenn es um das Finden einer erfüllenden beruflichen oder als sinnvoll empfundenen ehrenamtlichen Tätigkeit geht. Museen sind daher eingeladen, sich mehr denn je als attraktive Arbeitgeber bzw. als Orte für ein sinnstiftendes freiwilliges Engagement zu positionieren und dies auch zu kommunizieren.
Im Workshop überlegen die Teilnehmenden, warum sie sich im Museum engagieren und was sie an ihrer Tätigkeit besonders begeistert.
Daraus entwickeln wir Ideen,
- wie Museen attraktive Angebote für zukünftige Mitarbeiter*innen entwickeln können,
- wie Museen einzelne Engagementbereiche noch reizvoller gestalten können,
- wie Museen ihre Angebote überzeugend kommunizieren können.
16:15
Impulse & Perspektiven zum Ausklang
16:45
Im Anschluss können Sie zwischen einer Führung durch das Museum oder die Innenstadt von Kapfenberg wählen.
Programmänderungen vorbehalten.
Konzept und Moderation
Mag.a Margit Horvath-Suntinger & Mag.a Anja Weisi Michelitsch
ORGANISATORISCHES
Keine Teilnahmegebühr
An- & Abreise
- Wir bitten Sie, wenn möglich, um eine klimafreundliche Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Gerne helfen wir beim Organisieren von Fahrgemeinschaften.
- Der Fußweg vom Bahnhof Kapfenberg bis zum Mehrzwecksaal (Koloman-Wallisch-Platz 1) beträgt ca. 15 Minuten.
- Die Buslinien 1 und 180 fahren vom Bahnhof Kapfenberg (Haltestelle Europaplatz) bis zum Veranstaltungsort (Haltestelle Lindenplatz).
- Parkmöglichkeiten: Die Parkflächen direkt gegenüber dem KUlturZentrum (Mürzgasse 3) bzw. über der Brücke sind an diesem Tag alle kostenfrei. In der Hofer-Tiefgarage (Grazer Straße 19) kann man maximal 5 Stunden gratis parken. Danach kostet jede weitere Stunde € 3,-.
Bringen Sie Ihr eigenes Schlüsselband mit!
Bitte durchforsten Sie Ihre Schubladen und Schränke nach Schlüsselbändern und ermöglichen Sie diesen einen neuerlichen Moment im Rampenlicht des Museumstages. So entsteht bestimmt das eine oder andere Gespräch über vergangene Veranstaltungen und wir tun auch der Umwelt etwas Gutes. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Projektleitung und Kontakt
Margit Horvath-Suntinger | margit.horvath@musis.at | +43 660 39 20 626
Veranstalter: MUSIS – Der Steirische Museumsverband | Strauchergasse 16, 8020 Graz | office@musis.at
Herzlichen Dank an unsere diesjährigen Partner, die Stadtgemeinde und das Museum Kapfenberg sowie die HLW Schrödinger!
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