10 Jahre MUSIS-Beschäftigungsprojekt

Das Beschäftigungsprojekt „Professionalisierung und Vernetzung in der steirischen Museumslandschaft“ feierte sein 10-jähriges Bestehen. Am 8. Oktober 2008 fand im MUWA eine Projektpräsentation im Beisein von VertreterInnen der Projektpartner AMS, Land Steiermark und St:WUK sowie von ehemaligen und aktiven ProjektmitarbeiterInnen statt.

Die stolze Bilanz zum Projekt:

  • In den 10 Projektjahren haben 139 ehemals Langzeitarbeitslose in 60 Museen oder Kulturinstitutionen eine befristete Anstellung gefunden.
  • Insgesamt waren im Laufe der Jahre 11 Personen mit der Organisation des Projektes betraut.
  • 225.000 Arbeitsstunden haben die die Qualität der steirischen Museumslandschaft gehoben.
  • 1.274 TeilnehmerInnen haben in den letzten 10 Jahren 84 MUSIS-Fortbildungsmodule besucht.
  • Weit mehr als die Hälfte der Projekt-TeilnehmerInnen wurde an einen festen Arbeitsplatz vermittelt.
  • Etliche von ihnen sind nun selbst in leitender Position (z.B. Mag. Kerstin Ogris – Leiterin des Südbahnmuseums Mürzzuschlag, Dr. Gerald Unterberger – Leiter des Naturhistorischen Museums Admont)

LR K. Edlinger-Ploder gratuliert dem MUSIS-Team.

Wir danken allen PartnerInnen und MitarbeiterInnen für die gute Zusammenarbeit!

Museum Volunteering – Workshop in Wien, 10.-11.10.2008

Veranstaltet von der Museumsakademie Joanneum fand in Kooperation mit dem Österreichischen Museum für Volkskunde Wien eine Fortbildungstagung zu Ehrenamt und Freiwilligenarbeit im Museum statt.

MUSIS und das aktuelle EU-Projekt „Volunteers for Cultural Heritage VoCH“ waren durch Evelyn Kaindl-Ranzinger vertreten. Im Mittelpunkt der Beiträge standen die erst jüngst vom Deutschen Museumsbund herausgegebenen Empfehlungen zum „Bürgerschaftlichen Engagement im Museum“ (www.museumsbund.de) sowie Berichte aus der Freiwilligenpraxis vor allem österreichischer Museen.

In der Diskussion zwischen Vertreter/innen kleinerer Museen wie z.B. Heimatmuseen und größerer Museen in Landes- oder städtischer Trägerschaft wurden die zum Teil erheblichen strukturellen Unterschiede zwischen dem ehrenamtlich betriebenen Museum („klassisches Ehrenamt“) und der freiwilligen Mitarbeit im hauptamtlich geführten Museum herausgearbeitet.

An die Museen und Museumsverbände richtet sich der Wunsch der Teilnehmer/innen der Tagung, bürgerschaftliches Engagement als kulturpolitische Herausforderung zu begreifen, zum Nutzen der Museen und der Menschen, die sich um ehrenamtliche Mitarbeit bewerben, bürokratische Barrieren abzubauen, damit sich geeignete Organisationsstrukturen entwickeln können.

Feierliche Zertifikatsverleihung 2. MUSIS-Kustodenlehrgang

Am Samstag, den 20. Juni 2009 erhielten die Absolventinnen und Absolventen des 2. MUSIS-Kustodenlehrganges in einer feierlichen Abschlussveranstaltung ihre Lehrgangszertifikate.
 
Die Übergabe fand im Beisein des Landtagsabgeordneten Wolfgang Kasic, Mag. Grete Dorner, Leiterin des Bildungsnetzwerk Steiermark und Mag. Evelyn Kaindl-Ranzinger, Lehrgangsleiterin und Geschäftsführerin von MUSIS, im Museum Sensenwerk Deutschfeistritz statt.
 
Die Absolventen und Absolventinnen
des 2. MUSIS-Kustodenlehrgangs:
Franz Haas, Bezirksmuseum Wien Leopoldstadt
Mag. Marion Lihra, Bezirksmuseum Döbling
André Lindner, Regionalmuseum Fügen im Zillertal
Mag. Annemarie Neuhold, Anton's Traktoren- und Bauernmuseum
Dr. Eleonora Rieser, privat
Werner Schuster, Erlebnis-Bergbaumuseum Limberg
Wolfgang Slamnig, Museum Trofaiach & Museumsdepot
Barbara Sorgo, Museumshof Kammern (im Aufbau)
Mag. Edith Stütz, privat


>> mehr Fotos von der Zertifikatsverleihung


Vorgeschichte
Nach intensiven Vorarbeiten wurde im Jahr 2007 der erste steirische Kustodenlehrgang vom Verein MUSIS, unterstützt vom Land Steiermark und dem AMS, ins Leben gerufen - im Jahr 2008 startete der 2. Lehrgang. Der MUSIS-Kustodenlehrgang 2008/09 als Teil des EU-Bildungsprojektes „Volunteers for Cultural Heritage“ rief besonders ehrenamtlich und freiwillig in Museen Tätige auf, ihr Fachwissen zu vertiefen. Die damit verbundenen EU-Stipendien waren ein zusätzlicher Anreiz für diese für viele Museen unentbehrlichen MitarbeiterInnen.

MuseumsleiterInnen und –mitarbeiterInnen wurden in den beiden bisher durchgeführten Lehrgängen nach modernsten, praxisnahen Methoden mit den neuesten Entwicklungen in der Museumsbranche vertraut gemacht. Die Inhalte von 14 Modulen sowie eine Abschlussarbeit befähigen die AbsolventInnen durch fundiertes Wissen die Arbeit an einer attraktiven und modernen Museumslandschaft voranzutreiben. 

>> mehr Infos zum MUSIS-Kustodenlehrgang

Interpol Kunstdatenbank: freier Zugang

Im Kampf gegen den illegalen Kunsthandel wurde vom Generalsekretariat der Interpol eine Datenbank eingerichtet, in der gestohlene Kunstwerke gespeichert werden. Derzeit sind in dieser Datenbank mehr als 34.000 weltweit gestohlene Kulturgüter registriert.

Vor dem Ankauf von Kunstgegenständen, deren Herkunft nicht eindeutig nachgewiesen werden kann, wird empfohlen, mit Hilfe der Interpol Kunstdatenbank zu klären, ob es sich um gestohlene Gegenstände handeln könnte.


Für die Online-Anfrage in der Interpol Kunstdatenbank wird ein Passwort benötigt, dieses erhält man nach dem Ausfüllen eines Formulars auf der unten angegebenen Website.
Abfragen sind in den Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch möglich.
 

Interpol Kunstdatenbank:
www.interpol.int/Public/WorkOfArt/dbaccess.asp 
 

Direkter Online-Zugang neu eingerichtet
Das Bundeskriminalamt ersucht um Kenntnisnahme und Weiterleitung der Information an Museen, Sammler, Antiquitätenhändler und Galerien sowie sonstige mit Kulturgut befasste Personen und Institutionen.

Die bisher erhältliche DVD "Interpol - Stolen Works of Art" - ist künftig nicht mehr erhältlich.


Wichtigstes Kriterium zur Aufnahme eines gestohlenen Gegenstandes ist die eindeutige Identifizierbarkeit des Objektes ("Object-ID") und eine gute Abbildung.
  

Was ist die "Object-ID"?

Damit ein gestohlener Kunstgegenstand in die Interpol-Datenbank aufgenommen werden kann, müssen möglichst genaue Informationen über den betreffenden Gegenstand vorliegen.
 
Welche Angaben sind erforderlich?
Hinweise zur Identifizierung von Kulturgütern:
www.object-id.com/checklist/check_eng.html 
 
In Österreich gestohlen gemeldete Kunstgegenstände
Fahndung Bundeskriminalamt:
www.bmi.gv.at/cms/BK/fahndung/kunst_wertsache/start.aspx 
 

Diese Info wurde uns vom MUSEUMSMANAGEMENT NIEDERÖSTERREICH (einer Abteilung der VOLKSKULTUR NIEDERÖSTERREICH GmbH) weitergeleitet.

Verleihung Österreichisches Museumsgütesiegel 2009

Am 16. Oktober 2009 wurde das Österreichische Museumsgütesiegel im Rahmen des 21. Österreichischen Museumstages in Linz an sieben Museen erstmals neu vergeben. Insgesamt sind in Österreich nun 167 Museen mit diesem Qualitätslogo ausgezeichnet.

An 96 Museen die zwischen 2002 und 2004 das Gütesiegel erstmals erhalten haben, wurde das Museumsgütesiegel wieder verliehen, davon an folgende Museen in der Steiermark:


 

Kammerhofmuseum Bad Aussee
Glasmuseum Bärnbach / Stölzle-Glas Center
Museum Sensenwerk Deutschfeistritz
Stadtmuseum Pfeilburg Fürstenfeld
Diözesanmuseum Graz
Universalmuseum Joanneum
Steirisches Feuerwehrmuseum Groß St. Florian
Österreichisches Forstmuseum Silvanum Großreifling
Heimat- u. Volkskundemuseum Arzberg
Steirisches Holzmuseum, St. Ruprecht ob Murau
Österreichisches Freilichtmuseum Stübing
Landschaftsmuseum in Schloss Trautenfels



Der Vorstand und das Team von MUSIS gratulieren herzlich!



Weitere Infos zum Museumsgütesiegel auf www.museumsguetesiegel.at!

Alle steirischen Museumsgütesiegelträger finden Sie >> hier.

Die VertreterInnen der steirischen Museen, die das Gütesiegel verlängert bekommen und in Linz abgeholt haben.

forMuse - Forschung an Museen

Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung erlaubt sich, auf die kommende Ausschreibung im Rahmen des Förderprogramm „forMuse – Forschung an Museen“ aufmerksam zu machen.

Dieser Call adressiert speziell kleinere und mittelgroße Museen, welche

  • ihre Forschungskompetenzen schärfen,
  • eine Forschungsstrategie entwickeln,
  • Forschungskooperationen schaffen/verbessern möchten oder
  • Leitbilder erstellen wollen, in denen der Anspruch auf Forschung enthalten ist


Gefördert werden sollen insbesondere:

  • Workshops zur Entwicklung von Forschungsstrategien und forschungsorientierten Leitbildern
  • Maßnahmen zur Anbahnung und Intensivierung verbindlicher und längerfristiger forschungsbezogener Kooperationen von Museen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene
  • Beratungsleistungen von ausgewiesenen ExpertInnen zur Erhöhung der Forschungsleistung

Die maximale Fördersumme pro Ansuchen ist mit € 10.000,- festgelegt

Der Call wird voraussichtlich Mitte Februar 2010 ausgeschrieben, die genauen Daten und alle weiteren Informationen finden Sie demnächst auf
www.formuse.at. 

 

Wahl zur Steirerin des Jahres 2009:
Verdiente Auszeichnung für Reingard Meier vom Dorfmuseum Fladnitz im Raabtal

2009 wurde vom Land Steiermark und dem Steirischen Volksbildungswerk zum fünften Mal der Wettbewerb „Zukunftsland Steiermark“ ausgeschrieben.
Dieses Mal war der Wettbewerb den Frauen gewidmet, um jene Steirerinnen auszuzeichnen beziehungsweise zu würdigen, die sich in der Steiermark herausragend engagieren.

Ganze 161 Nominierungen wurden eingereicht! Wichtig für die Auszeichnung war das den Menschen in der Steiermark zugute kommende und objektiv nachvollziehbare Engagement der Kandidatinnen in einer oder mehreren Kategorien.

In der Kategorie „Volkskultur“ wurde Reingard Meier vom Dorfmuseum Fladnitz im Raabtal mit dem zweiten Platz ausgezeichnet.
 
In einem Festakt am 23. April 2010 in der Aula der Alten Universität übergaben LH-Stv. Hermann Schützenhöfer und Gerald Gölles (stv. GF des Steirischen Volksbildungswerkes) den Preis für den 2. Platz an Reingard Meier.

In seiner Laudatio begründete Kamillo Hörner (GF des Steirischen Volksbildungswerkes) die Entscheidung der Jury:
Reingard Meier sei im Rahmen und neben ihrer Tätigkeit als Lehrerin an der Hauptschule Kirchberg an der Raab eine rastlose Vorkämpferin in Sachen Kulturvermittlung, Kinder lägen ihr besonders am Herzen, und so arbeitet sie seit Jahren an immer neuen und z.T. internationalen Projekten, die Kinder aus vielen Ländern zu gemeinsamem Handeln zusammenführen. Darüber hinaus ist sie Gründungsmitglied des Singkreises und der Theaterrunde Fladnitz, Herausgeberin der Dorfzeitung und, last but not least, und für uns der wichtigste Grund für die Auszeichnung, ist sie wesentlich für die Gründung des Heimatmuseums Fladnitz verantwortlich und leitet dieses kleine aber sehr lebendige Museum auf ihre ganz besondere Art seit seiner Gründung.


MUSIS gratuliert Reingard Meier herzlich zu Ihrem unermüdlichen Engagement und zu Ihrer Auszeichnung!



Mehr zur Wahl der Steirerin des Jahres >> Steirisches Volksbildungswerk

Mehr zu Reingard Meier >> Museen und Sammlungen im Vulkanland

LH-Stv. Hermann Schützenhöfer, LTAbg. Walburga Beutl, Preisträgerin Reingard Meier, Bgm. Florian Gölles
Foto: Conterfrei/Roman Schmidt

Publikationen Online

Freiwillige und Ehrenamtliche in Museen und im kulturellen Erbe. Ein europäisches Handbuch.
MUSIS hat als Partner eines EU-Grundtvig Projektes an einer europäischen Studie zum Thema "Museum und Ehrenamt" teilgenommen.
Wo liegt der Unterschied zwischen Freiwilligen und Ehrenamtlichen? Und wer sind Volunteers? Gibt es ehrenamtliche MitarbeiterInnen in den Museen unserer Nachbarländer? Gibt es Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Ehrenamtliche und wie ist eine gelungene Zusammenarbeit mit dem fix angestelltem Personal möglich? Das Handbuch präsentiert neben Zahlen, Daten und Fakten zur Freiwilligenarbeit in verschiedenen europäischen Ländern auch viele Best Practice Beispiele von erfolgreichen Projekten im kulturellen Erbe, die nur mit Hilfe von Freiwilligen und Ehrenamtlichen umgesetzt werden konnten.

Slowenischer Museumsverband 2009

ISBN: 978-961-91125-6-4

Als Buch: Deutsche/Englische Ausgabe erhältlich beim Verein MUSIS
Als Download: www.amitie.it/voch




Museen und Lebenslanges Lernen - Ein europäisches Handbuch

Das Handbuch versteht sich als Instrument zur Planung von Vermittlungsprogrammen und deren Umsetzung sowie zur längerfristigen Konzeptplanung und Umstrukturierung im Bereich der Vermittlungsabteilungen. Das Handbuch kann auch im Rahmen von Fortbildungen und als Basis für den nationalen und internationalen Austausch unter Kollegen über den wissenschaftlichen Diskurs und die freie Netzwerkarbeit genutzt werden.

In die deutsche Übersetzung der Publikation sind deutschsprachige Best-Practice-Beispiele im Vermittlungsbereich von Museen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich für verschiedene Zielgruppen integriert. Zusätzlich hängt der Publikation eine Literaturliste aus dem deutschsprachigen Raum sowie eine Sektion mit links von in diesem Bereich aktiven Organisationen an.

 

Deutscher Museumsbund, 2010

ISBN: 978-3-9811983-5-5

Als Buch & als Download:
www.museumsbund.de/de/publikationen/

handbuch_museen_und_lebenslanges_lernen



Nachhaltiges Sammeln. Ein Positionspapier des Deutschen Museumsbundes zum Sammeln und Abgeben von Museumsgut.
Die neue Online-Publikation des Deutschen Museumbundes versteht sich als mögliche praktische Hilfe für die Arbeit in den Museen wie auch als Grundlage für die weitere Diskussion dieser Thematik.

Deutscher Museumsbund, 2010

Als Download:
www.museumsbund.de/de/publikationen/online_publikationen

Orte des Genusses - Tag des Denkmals
Sonntag, 26. September 2010

Heuer beteiligt sich das Bundesdenkmalamt mit dem „Tag des Denkmals“ bereits zum zwölften Mal österreichweit an den „European Heritage Days“, die jeden September in 49 europäischen Staaten das gemeinsame kulturelle Erbe unter einem besonderen Blickwinkel zeigen.

Am Sonntag, 26. September 2010, ist das diesjährige Motto in Österreich „Orte des Genusses“. Bei freiem Eintritt bieten Fachleute und EigentümerInnen persönlich Führungen durch 20 Objekte, die zum Teil in Privatbesitz sind und nur an diesem Tag präsentiert werden. Eine genussvolle Reise durch die Geschichte von Bekanntem und Unbekanntem ist garantiert, das Angebot ist in diesem Jahr aus thematischem Anlass selbstverständlich mit zahlreichen kulinarischen

und musikalischen Schmankerln garniert.


In der Steiermark freuen sich auf Ihren Besuch:


Stift Admont – Erwarte das Unerwartete
Hainsdorf-Brunnsee – Schloss Brunnsee: Gartenpavillon, Park
Stift Rein – Ein Fest der Sinne
Graden bei Köflach – „Ritterhaus“
Graz – NonStop Film & Musik
Graz – Stephanienwarte
Naturparkzentrum Grottenhof – Stadt-Land-Fest
Schloss Freiberg – Begrüßung durch den „Schlossgeist“
St. Alexiuskirche in Sankt Katharein an der Laming
Fichtenhof – Die Freude des Denkmal-Eigentümers
Ruine Alt-Schielleiten und Glojacherhof in Vockenberg
Schloss Söding – Historische Wandmalereien und Bodypainting
St. Bartholomä – Kegelbahn
Schloss Farrach – spannende Geschichte in entspannter Atmosphäre
Alban Berg Villa – Trahütten
Graz – Eggenberg: Universalmuseum Joanneum / Archäologiemuseum
Graz – Universität: Archäologische Sammlungen
Löffelbach – Ein römerzeitlicher Landsitz, Hartberg-Umgebung
Pichl-Kainisch bei Bad Aussee – Fleischgenüsse der Bronzezeit
Schloss Seggau – Liebe, Fest und Wein auf römischen Grabsteinen

 

Mehr Infos auf www.tagdesdenkmals.at